Viele KoRo-Produkte haben ihren Ursprung in völlig anderen Teilen der Welt. Für diesen Artikel wurden einige der Produkte ausgewählt und an Hand von ihnen erklärt, woher sie kommen und wie sie dort verwendet werden.

Info

Das Berliner Start-up KoRo bietet gesunde, qualitativ hochwertige und köstliche Lebensmittel zu fairen Preisen. Dank Großpackungen und dem Überspringen von Handelsstufen ist es dem Unternehmen möglich, faire Preise zu bieten und unnötiges Verpackungsmaterial zu vermeiden. Bei der Auswahl der Produkte haben, neben dem Geschmack, die Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel oberste Priorität. Es gilt: so natürlich wie möglich. Gegründet in 2012, besteht das Unternehmen inzwischen aus den CEOs Constantinos Calios und Piran Asci und 13 weiteren Mitarbeitern. Die Social Chain Group ist seit Dezember 2016 an der KoRo Handels GmbH beteiligt.

Andere Länder, andere Sitten. Auch in der Küche und an den Rezepten merkt man schnell, wenn man sich in einem anderen Land befindet. Auch wenn es heißt die Welt sei ein Dorf, so erfreut sie sich einer wunderbaren Vielfalt, was das Thema Essen betrifft. Dieser Artikel erzählt die Geschichte einiger Produkte, woher sie stammen und zeigt, was man in ihrem Ursprungsland aus ihnen zaubert.

 

Weiße Maulbeeren aus der Türkei

In Deutschland waren Maulbeergewächse nie heimisch, auch wenn es Zeiten gab, bei denen alles daran gesetzt wurde, sie einzuführen. Nur in den wärmeren Mittelmeerregionen waren die weißen und schwarzen Maulbeeren verbreitet, die beide ursprünglich aus Asien stammen. Die rote Variante kommt aus Nordamerika.

 

Maulbeeren wachsen besonders gut in Regionen, die sich auch für den Weinanbau eignen. Der Hauptgrund für den Anbau war zur Römerzeit weniger die leckere Frucht als die grünen Blätter der Pflanze. Sie eigneten sich für die Zucht des Seidenwicklers und waren somit die Voraussetzung für die Produktion von Seide. Die frischen und reifen Beeren erinnern an Brombeeren und schmecken saftig süß. In deren Genuss kommt man selten, da sie im reifen Zustand bereits so weich und für den Transport zu uns kaum geeignet sind.

 

Dut Pekmezi – eine Art Traubensirup mit dunkler Farbe und honigartiger Konsistenz – kann aus den frischen Maulbeeren hergestellt werden. Der Sirup wird in der Türkei gerne als Süßungsmittel verwendet und besteht in der Regel aus 100% frischen Maulbeeren. Diese werden ohne Zusatzstoffe aufgekocht bis die köstliche Masse entsteht. Auch die getrockneten Maulbeeren gelten in der Türkei als feine Leckerei, die gerne pur, als auch in Nussmischungen, gegessen wird.

 

Chiasamen aus Südamerika

Chia ist eine Urkulturpflanze aus Mexiko. Sie war ein wichtiges Grundnahrungsmittel für die Azteken. Die Samen wurden als Ganzes oder in gemahlenem Zustand verwendet. Gängig war es auch, die Samen zu rösten und durch anschließendes Mahlen eine Art Mehl herzustellen. Mit der Ankunft der Spanier in Mexiko wurden viele Plantagen zerstört, da sie ihre mitgebrachten Nahrungsmittel, wie z.B. Gerste oder Weizen, anbauen wollten. Die Chia-Pflanze wurde somit in ihrer Heimat beinahe ausgerottet.

 

Im Zuge einer Gesundheitskampagne, die für gesündere Essgewohnheiten sorgen sollte, wurde wieder mehr Chia angebaut. Seitdem ist die Popularität unaufhaltsam gestiegen. Die Pflanze wird inzwischen in vielen anderen Ländern Südamerikas und sogar in Australien angebaut. Die Samen werden in Mexiko sowohl roh als auch getrocknet gegessen, kommen in Soßen und werden als Verdickungsmittel verwendet. Menschen in Zentral- und Südamerika bereiten aus Chia-Samen z.B. das Getränk Iskiate zu. Dabei werden die Samen in Frucht- oder Gemüsesaft eingelegt bis sie quellen.

 

Weißer Quinoa aus Bolivien und Amaranth aus Indien

Beide Pflanzen sind schon seit ca. 5.000 Jahren als Hauptnahrungsmittel in den Anden bekannt. Quinoa und Amaranth waren für die Bevölkerung lebenswichtig, denn in den Hochebenen lassen sich nicht alle Nutzpflanzen anbauen. Im Zuge der spanischen Eroberer wurde der Anbau von Amaranth und Quinoa strengstens verboten und als unchristliches Lebensmittel bezeichnet. Das war der Grund, warum die beiden Kulturpflanzen in Europa bis im 20. Jahrhundert beinahe unbekannt waren.

 

In Deutschland gibt es hauptsächlich die kleinen getreideähnlichen Samen, die es inzwischen fast überall zu kaufen gibt und die auch als Pseudogetreide bezeichnet werden. Vor allem für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit sind sie eine gute Alternative zu Getreidesorten wie Roggen, Weizen und Gerste. Der Geschmack von Quinoa- und Amaranthsamen gilt als nussig-vollmunding.

 

Bei Quinoa können außerdem die frischen Blätter der Pflanze als Gemüse oder Salat verzehrt werden, was die Andenbewohner noch häufig tun. Diese sind jedoch in Deutschland kaum zu finden. Ebenso gelten die Blätter der Amaranth-Pflanze als Gemüse. Ihr Geruch und Geschmack erinnert an Spinat oder Mangold. Auch die jungen Blütenstände können gegessen werden und schmecken leicht nussig. Aus Amaranth-Körnern, Nüssen und Honig wird in Südamerika z.B. auch ein traditionelles Konfekt hergestellt, das Alegria.

 

Basmatireis aus Indien

Basmati bedeutet auf Hindi „duftend“. Der langkörnige Reis gilt als besonders aromatisch und kommt ursprünglich aus Afghanistan. Die Vermarktung des Basmatireis ist streng kontrolliert. Es dürfen beispielsweise nur sieben Prozent Fremdreis enthalten sein. Lediglich 15 Sorten sind laut dem „Code of Practice on Basmati“ auf den Namen Basmati zugelassen, davon fünf pakistanische und zehn indische Sorten. KoRos brauner und weißer Basmatireis stammt aus Indien.

 

In der indischen Küche spielt Reis die Hauptrolle. Jede Region hat ihre eigenen Reisspezialitäten, deshalb ist hier Reis nicht gleich Reis. Basmati-Rezepte finden sich vor allem im Norden des Landes, da er am Fuße des Himalayas gedeiht. Als edelste Form wir Basmati hier nur zu besonderen Anlässen verzehrt. Nachdem er eine schöne blumige Note hat und beruhigend für den Gaumen wirkt, passt er sehr gut zu den scharfen Soßen der indischen Küche. Typisch sind in diesem Land auch sogenannte Thalis. Dabei stehen auf einer runden Platte mehrere kleine Gerichte, die mit einer Schale Reis und Naan Brot gemeinsam gegessen werden. 

 

Außerdem ist Indien das Land der Gewürze. Um Reis indisch zu würzen, kann er mit Kardamon, Kurkuma, Nelken oder Zimt verfeinert werden. Somit bekommt er optisch eine tolle Farbe und schmeckt noch aromatischer.

 

Hier der Artikel wie er auf der KoRo-Website erschienen ist.